Rollstuhlrugby

Rollstuhlrugby wurde speziell für Rollstuhlfahrer entwickelt, die Einschränkungen an mindestens 3 Gliedmaßen haben, wie Tetraplegiker, Polio-Gelähmte etc., und ist bisher die einzige Mannschaftssportart für diese Zielgruppe.

Beim Rollstuhlrugby treten 2 Mannschaften zu je 4 Spielern auf einem Basketballfeld gegeneinander an. Die Spieler einer Mannschaft dürfen zusammen nicht mehr als 8 Mannschafts-Punkte haben, wobei sich die Punktzahl eines Spielers nach der Schwere seiner Behinderung richtet. Die Punkteskala reicht dabei von 0.5 - 3.5 Punkte. Je höher  die Punktzahl, desto weniger ist der Spieler eingeschränkt. Ziel ist es, einen Volleyball sicher über die gegnerische 8 m breite Torlinie zu befördern. Dazu ist viel taktisches Geschick und das Zusammenspiel der gesamten Mannschaft gefragt. Der Ball darf gepasst, geworfen, gedribbelt und auf dem Schoß transportiert werden. Als  Sportgeräte für das Rollstuhlrugby dienen speziell umgebaute Rugby-Rollstühle, die den Spielern eine ungeahnte Schnelligkeit und Wendigkeit ermöglichen. Während jede Art von Körperkontakt verboten ist, ist jeglicher Rollstuhlkontakt erlaubt.

Ziel des Spiels ist es, den Spielball im sicheren Ballbesitz mit mindestens zwei Rädern des Rollstuhls über die Torraumlinie der gegnerischen Mannschaft zu befördern.

Spieldauer

Die Dauer eines Spiels ist 4 x 8 min. effektive Spielzeit. 4 Timeouts zu jeweilseiner halben Minute und zwei technische Timeouts mit jeweils einer Minute, die von der Bank genommen werden können, stehen jeder Mannschaft pro Spiel zur Verfügung.

 

Regeln

Der Ball darf auf dem Schoß getragen, gedribbelt oder gepasst werden und muss mindestens einmal innerhalb von zehn Sekunden zu einem anderen Mitspieler gepasst oder auf den Boden geprellt werden. Das angreifende Team muss innerhalb von 12 Sekunden die Mittellinie überquert haben und darf den Ball anschließend nicht mehr in die eigene Hälfte zurückbringen. Jedes Team hat pro Angriff nur 40 Sekunden Zeit einen Angriff abzuschließen.

Die gegnerische Mannschaft versucht dies zu verhindern, indem sie den Weg   versperrt bzw. den Ball erkämpft.

Der Kontakt zwischen den Rollstühlen ist erlaubt, wohingegen der Körperkontakt verboten ist und mit Strafen geahndet werden.

                                                                                             Regelverstöße:

- körperliche Berührung des Gegners

- hineinfahren in den Rollstuhl des Gegners hinter der Hinterachse, sodass sich der  Rollstuhl um die eigene Achse dreht.

- Rückspiel in die eigene Hälfte.

- Rollstuhlkontakt während einer Spielunterbrechung.

Verstößt ein Spieler gegen eine Regel, so verliert seine Mannschaft entweder den Ballbesitz oder der Spieler muss bei gegnerischem Ballbesitz, bis der Gegner ein Tor erzielt, aber maximal eine Minute, auf die Strafbank.

 

Ein Dank an Klaus Schmidbauer für die Zusammenstellung .!